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White Square Gallery / WSG GmbH
Kronenstraße 43 (am Gendarmenmarkt)
10117 Berlin- Mitte

Gallery E-mail: berlin@whitesquaregallery.com
Dr. Elena Sadykova: +49 171 4177224, es@whitesquaregallery.com
Dieter Reitz: +49 160 96295308, dr@whitesquaregallery.com

White Square Gallery

Kronenstraße 43 (am Gendarmenmarkt)
10117 Berlin-Mitte

Opening hours
We-Fr 2-6pm
Sa 2-4pm

"...nicht irgendein Planet"

30. April – 17. July 2021

Mit der ersten Einzelausstellung der in Berlin lebenden Malerin Friederike Jokisch (*1981 in Leipzig) setzt die White Square Gallery ihre traditionelle Ausstellungsreihe fort, die sich der zeitgenössischen Landschaftsmalerei widmet.

In der heutigen Zeit bekommt die Landschaft eine weitere, umfassendere Bedeutung, die nicht zuletzt mit unserer Wahrnehmung der unumkehrbaren und beunruhigenden Veränderungen in der Natur und Umwelt zu tun hat. Diese Tatsache findet einen starken Ausdruck in der Kunst der Gegenwart, dem eine Vielfalt der visionären Richtungen und Wege entspringt, von denen manche bereits in anderen Ausstellungen der White Square Gallery präsentiert wurden.

Die Erde, Natur und Umwelt bilden den geistigen Mittelpunkt im Werk von Friederike Jokisch. Die Landschaft als zentrales Motiv begleitet - ja sogar bestimmt - seit Jahren ihre Auseinandersetzung mit der Kunst. Es ist jedoch nicht die genaue Wiedergabe des Gesehenen, die die Künstlerin antreibt oder gar interessiert. Ihre realistisch anmutenden Landschaften und Interieurs sind keine Momentaufnahmen der konkreten, realen Umgebung, vielmehr spiegeln sie ihre eigene Wahrnehmung des Lebens wieder, in der die Natur allgegenwärtig und unentbehrlich ist. Diese Omnipräsenz des Lebendigen und Wachsenden manifestiert sich in allen ihren Arbeiten und wird zusätzlich durch die scheinbare Abwesenheit der Menschen betont. Die menschliche Gegenwart wird jedoch keinesfalls geleugnet: Der Mensch wird lediglich auf seine Behausungen, Möbel, Kleidungsstücke und einzelne Gegenstände des täglichen Gebrauchs reduziert - auf die Spuren also, die er in seiner Umwelt hinterlässt.

Genau diesen Punkt thematisiert hier die Künstlerin, indem sie die Symbiose zwischen Mensch und Natur genauer unter die Lupe nimmt. Und es ist nicht die bloße Kritik oder gar die Missbilligung, die Friederike Jokisch antreibt, sondern die Neugierde und Lust auf ihre eigenen Erfahrungen. Sie spürt die intuitiven Wege und kreativen Lösungen auf, welche die künftige Entwicklung des Zusammenlebens natur- wie menschenfreundlich gestalten können.

Die aktuellen Arbeiten der Ausstellung - die uns öfter in die anderen Sphären wie Himmel oder Wasser locken - sind Visionen einer möglichen neuen Realität, in der weder Natur noch Mensch triumphieren, sondern sich zunehmend aneinander anpassen. Diese Anpassung ist jedoch weder kampflos noch endgültig. Es brodelt ja ganz heftig in „Der großen Schweinerei“ oder sogar in den scheinbar friedlichen Formationen der himmelhoch fliegenden Kraniche. Der Kampf ist allgegenwärtig. Aber dieses Chaos ordnet sich zuweilen und nimmt harmonische Formen an, in denen die künstlichen und lebendigen Objekte plötzlich eins werden („Gespannt“ oder „Auftreiben“). Und auch wenn diese unerwarteten Harmonien nur flüchtig und vorübergehend sind, sind sie wegweisend, denn sie zeichnen eine Aussicht auf, die uns - allen Ängsten zum Trotz - Mut und Zukunftsglaube einflößt.

Bereits der Titel dieser Ausstellung „…nicht irgendein Planet“ - ein Zitat aus der poetischen Erzählung „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry - ist eine Anspielung auf die Erkenntnis der Vergänglichkeit und Verletzbarkeit unserer Erde. Genau dieses Gefühl der Verwundbarkeit und Sehnsucht auf der einen und der Zuversicht und Hoffnung auf der anderen Seite strahlen die meisten Arbeiten dieser Ausstellung aus. Die Wahl wird dem Betrachter überlassen.       

gespannt, 2021,
Öl auf Papier,
140 x 110 cm

Kunstwerke
Grosse Schweinerei, 2021, Öl auf Leinwand, 140 x 110 cm

Grosse Schweinerei, 2021, Öl auf Leinwand, 140 x 110 cm

Tentakel, 2021, Öl auf Leinwand, 20 x 20 cm

Tentakel, 2021, Öl auf Leinwand, 20 x 20 cm

Schwein, 2021, Öl auf Leinwand, 20 x 20 cm

Schwein, 2021, Öl auf Leinwand, 20 x 20 cm

Schweinerei, 2021, Öl auf Leinwand, 20 x 20 cm

Schweinerei, 2021, Öl auf Leinwand, 20 x 20 cm

Nanu, Lithografie, 2021, 47 x 37 cm

Nanu, 2021, Farblithografie, 47 x 37 cm (Zeichenmass) , 60 x 50 cm (mit Rsahmen), 2/13, 2021

gespannt, 2021, Öl auf Papier, 140 x 110 cm

gespannt, 2021, Öl auf Papier, 140 x 110 cm

Auftreiben, 2021, Öl auf Leinwand, 170 x 140 cm

Auftreiben, 2021, Öl auf Leinwand, 170 x 140 cm

Schwung II, 2021, Öl auf Leinwand, 170 x 140 cm

Schwung I, 2021, Öl auf Leinwand, 170 x 140 cm

Schwung II, 2021, Öl auf Leinwand, 180 x 140 cm

Schwung II, 2021, Öl auf Leinwand, 180 x 140 cm

Leuchten, 2021, Öl auf Leinwand,  210 x 160 cm

Leuchten, 2021, Öl auf Leinwand, 210 x 160 cm